Abschied vom Urgestein der Stadtberger GRÜNEN: Wir trauern um Paul Reisbacher

Die grüne Legende Stadtbergens, Paul Reisbacher, ist unerwartet gestorben. Als Kämpfer für die Natur und Versöhner im politischen Tagesgeschäft hat er für die Nachhaltigkeit in Stadtbergen Geschichte geschrieben. Große Trauer und Betroffenheit bei den Stadtberger GRÜNEN! Unsere Anteilnahme gilt seiner Familie.

Paul Reisbacher *1942 †2025

Der Naturschützer

Als Lehrer an der Stadtberger Mittelschule begeisterte Paul viele Schülerinnen und Schüler für Natur und Umwelt und lehrte sie, Hand anzulegen. So entstand unter seiner Leitung etwa die Benjeshecke im Westen der Stadt. Von 1992 bis 2002 war er Kreisvorsitzender des BUND Naturschutz.

Der Politiker

Paul war Mitbegründer des grünen Ortsverbands Stadtbergen und 30 Jahre lang Mitglied unseres Stadtrats, davon 12 Jahre als 3. Bürgermeister – ein unerschrockener Kämpfer, der sich nicht scheute, unbequem zu werden, wenn es galt, die Belange von Natur und Klima zu verteidigen, dem aber gleichwohl gelang, mit seinen Kontrahenten gut Freund zu bleiben. Auch dem Kreistag gehörte er viele Jahre lang an.

Zur Stadtberger Legende geworden sind Pauls Einsätze im Wahlkampf, wo er, bekleidet mit einer gelben Winterjacke, bei Sturm und jedem Wetter die Plakate mit dem Fahrrad ausfuhr und aufstellte.

Der Mensch

Als Lehrer und Mitorganisator der Lernwerkstatt für Flüchtlingskinder setzte er sich ganz persönlich für deren Bildungserfolge und Fortkommen ein. Den grünen Ortsverband hat er bis zuletzt noch bei seinen Versammlungen unterstützt.

Am Ende

Noch vor Kurzem und bei angeschlagener Gesundheit wurde er mit dem Titel „Altstadtrat“ ausgezeichnet. Doch auf den letzten Versammlungen konnten wir ihn wieder frisch und stabil erleben. Umso mehr schockiert uns die Nachricht seines Todes.

Wir werden Paul nicht vergessen und sein Vermächtnis nach Kräften fortsetzen! Seiner Frau Renate und seiner Familie gilt unser ganzes Mitgefühl!

Der Grüne Ortsvorstand Stadtbergen

Henrike Paede und Michaela Keil
Anna Steidle, Martina Bauer und Hans Stahl