Zwei Felixe. Eine Brezn. Deine Frage.

GRÜNE setzen auf Dialog statt Dauerrede in Gersthofen

Volles Haus und lebendiger Austausch bei „Brezn mit Banaszak“ am 18. Februar 2026: Im Wirtshaus Strasser trafen Bundes- und Kommunalpolitik direkt aufeinander, mitten im Wahlkampf und mitten im Alltag der Menschen vor Ort. Unter dem Motto „Zwei Felixe. Eine Brezn. Deine Frage.“ setzten die Grünen bewusst auf offenen Dialog statt auf lange Reden.

Begrüßt wurden die Gäste von Sarah Zerle, Vorstandsmitglied der Grünen Gersthofen, und Juliane Vinzelberg, Kreisvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen Augsburg-Land. Zerle erklärte die Neuaufstellung des Ortsverbands und das Ziel: „Wir treten mit einem starken Team zur Wahl an. Unser Ziel ist klar: Wir wollen im Stadtrat eine Stimme für Klimaschutz, soziale Gerechtigkeit und eine lebenswerte Zukunft sein.“ Vinzelberg griff ein aktuelles Interview von Felix Banaszak im Playboy auf und unterstrich die Bedeutung feministischer Politik: „Feminismus ist kein Männerhass, sondern steht für Gleichberechtigung, Freiheit und Selbstbestimmung für alle Geschlechter.“ Mit Blick auf die Kommunalwahlen am 8. März – zugleich Internationaler Frauentag – unterstrich sie die Bedeutung von Frauen in politischen Mandaten: „Bei den Parteistrukturen fängt es an. Dass wir bei den Grünen mehr als die Hälfte der Listenplätze mit Frauen besetzen, ist kein Zufall, sondern Ergebnis unseres Frauenstatuts. Das muss Schule machen.“

Im Mittelpunkt standen der Bundesvorsitzende und Bundestagsabgeordnete Felix Banaszak sowie Felix Senner, Landratskandidat für das Augsburger Land. Banaszak kritisierte scharf die Energiepolitik von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU), deren „Netzpaket“-Entwurf bedeute einen Rückschritt für den Ausbau erneuerbarer Energien und spiele fossilen Interessen in die Hände. Die Grünen würden alles daransetzen, diesen Kurs zu korrigieren. Zugleich räumte Banaszak ein, dass die Energiewende pragmatischer und kosteneffizienter gestaltet werden müsse. Als Erfolge der Ampelregierung nannte er das Deutschlandticket und die erstmals seit Jahrzehnten gleich hohe Investition in Schiene und Straße. Bei „Felix fragt Felix“ fragte Banaszak u.a., wo die Bundespolitik konkret helfen könne. Senner nannte die angespannte finanzielle Lage der Kommunen als zentrale Herausforderung: „Hier muss die Bundespolitik gezielt unterstützen, damit wir vor Ort handlungsfähig bleiben.“ Als Landrat wolle er eine Willkommenskultur für Unternehmen etablieren, die heimische Wirtschaft stärken, bezahlbaren Wohnraum schaffen und den öffentlichen Nahverkehr stärken, damit Pendlerinnen und Pendler zuverlässig zur Arbeit gelangen. In der offenen Fragerunde standen schließlich insbesondere Mobilität und Strategien gegen den wachsenden Zuspruch zu rechtsextremen Parteien im Fokus. Beide Felixe antworteten ergänzend – regional verankert und bundespolitisch eingeordnet. Fazit: Ein Format, das Politik verständlich, direkt und erlebbar macht.